Häufig gestellte Fragen

Brauche ich Tanzerfahrung, um teilzunehmen?

CI ist grundsätzlich für alle Menschen offen. Tänzerische Vorerfahrung kann hilfreich sein, ist aber keine Voraussetzung, um CI zu praktizieren. Wichtiger als Tanzerfahrung ist die Freude an der Begegnung und dem Experimentieren mit neuen Bewegungsmöglichkeiten.

Welche Angebote eignen sich für den Einstieg?

Ein Basis-Workshop oder auch der Workshop into Jam sind für Neulinge gut geeignet, um reinzuschnuppern. 

Ich bin körperlich beeinträchtigt. Kann ich trotzdem teilnehmen?

Jeder kann selbst darüber entscheiden, mit welcher Intensität CI getanzt wird. Daher sind körperliche Beeinträchtigungen nicht per se ein Ausschlusskriterium, sondern lassen meist immer noch eine Menge tänzerischer Möglichkeiten zu. Mit etwas Kreativität lassen sich viele Bewegungen so abändern, dass bestimmte Körperteile entlastet oder umgangen werden. Allerdings ist CI sehr dynamisch und erfordert eine kompetente Einschätzung der eigenen körperlichen Fähigkeiten. Die Atmosphäre ist achtsam, aber achte dennoch auf dich selbst. Wenn du dazu Fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

Zu was für einer Musik wird getanzt?

Die Musik ist im Contact meist sekundär, da die Tanzinspiration und -impulse aus einem selbst bzw. aus einer gemeinsamen Improvisation entstehen. Daher ist die Musik meist ohne treibende Beats. Bei manchen Veranstaltungen gibt es auch Livemusik und manchmal wird auch ganz auf Musik verzichtet.

Kann ich zu den Veranstaltungen alleine kommen?

Auf jeden Fall! Jeder ist herzlich willkommen und knüpft schnell Kontakte. Wechselnde Partner sind das Konzept von Jams und Workshops – ihr experimentiert zu zweit, zu dritt oder als Quartett.

Wie läuft die Anmeldung?

Zu Workshops und Kursen melde Dich bitte über die angegebene Emailadresse an.

Die regelmäßigen Jams finden ab 6 Teilnehmer*innen statt. Zur Anmeldung bitte in den Dudel eintragen. Wenn sich am Samstag keine sechs Teilnehmer*innen für die Jam eingetragen haben, findet sie Sonntags nicht statt! Im Zweifelsfall bitte selbst im Dudel nachschauen. Wenn eine Veranstaltung ausfällt, steht dies ab Samstagmittag im Dudel und ich informiere, die mir bekannten angemeldeten Personen, per Mail. Hast Du Dich nicht festlegen wollen und Dich nicht angemeldet,  kannst Du auch unangemeldet kurzfristig dazukommen. 

Welche Regeln gelten, wenn ich mit anderen Contact tanze?

Um Contact Improvisation in seinen Vielseitigkeit tanzen zu können, ist es Voraussetzung achtsam mit sich und anderen zu sein. Dementsprechend hat jede*r jederzeit die Möglichkeit (ohne Erklärung) aus einem Kontakt heraus zu gehen. So ergibt sich ein achtsamer Raum der Improvisation in dem alles sein kann und nichts sein muss.

Welche Kleidung eignet sich zum Tanzen?

Getanzt wird meist barfuss in lockerer, bequemer Kleidung ohne harte Anhängsel oder Schaufen.

Bin ich während meiner Teilnahme an den Veranstaltungen gegen Unfälle versichert?

Bei der Contact Improvisation agieren die Tanzenden achtsam und selbstverantwortlich. Um den finanziellen Beitrag für die Veranstaltungen gering zu halten, gibt es keine Versicherung gegen Unfälle.

Das liebe Geld oder Warum haben die Veranstaltungen so komische Preisangaben?

„Die traditionelle Logik von Besitz und Eigentum tut der Contact Improvisation nicht gut. “ Danny Lepkoff

Mein Wunsch ist es Contact Improvisation in Osnabrück zu nähren, sich weiter entwickeln zu lassen. Weiterhin wünsche ich mir, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat an den Contactimpro-Angeboten teilzunehmen! Wenn Du neugierig bist, bist Du eine Bereicherung!

Da die genutzten Räume finanziert werden müssen und ich viel Energie in die Organisation und Durchführung stecke, bedarf es eines Ausgleiches. Ich nenne dabei nur ungerne feste Preise für Veranstaltungen. Ich experimentiere seit einiger Zeit mit Beitragsspannen, Richtwerten oder Aufrufen zu Spenden.

Einige Menschen empfinden dieses offen Preissystem unklar und herausfordernd. „Was soll ich denn geben?“ Das Einkommen der Teilnehmer*innen in meinen Kursen ist sehr unterschiedlich (bestimmt um den Faktor 3-5) als auch ihre soziale Verantwortung (z.B. ein alleinerziehender Vater von zwei pubertierenden Kindern). Die eine hat mehr als der andere für Freizeitaktivitäten übrig, die ihr oder ihm gut tun. Beide Personen das gleiche zahlen zu lassen, wäre für eine Partei ungerecht oder ein Grund nicht zu kommen.

Ich sehe Eure Beiträge (Geld, Werbung, Feedback) als Ermutigung weiter zu machen und als Basis für die nächste Veranstaltung. Danke!

 

Heike Pourian hat ein paar schöne weitergehende Gedanken formuliert:

„Viele Vordenker*innen der ökonomischen Transformation stellen fest, dass Geld die Wirkung haben kann, Beziehungen zwischen Menschen zu kappen. Wir zahlen Geld für etwas und wollen damit quitt sein. Das kann sehr befreiend sein, aber auch einsam machen, denn wir leugnen damit die Tatsache, dass wir Menschen einander brauchen – etwas, das wir bei der Contact Improvisation als wahr und befriedigend erleben. Was geschieht also, wenn wir die gängige Logik von Geld als Gegenwert für in Anspruch genommene Leistung über Bord werfen?

Wir sind alle so gepolt, dass wir gern möglichst billig wegkommen wollen. Das legt uns das kapitalistische Denken nahe: „Achte auf deinen eigenen Vorteil!“ Was ändert sich, wenn wir stattdessen Geld geben, um Dinge möglich zu machen, die wir wichtig finden?

Wenn ich einen Preis bezahle, bin ich Konsument*in. Wenn ich etwas beitrage, übernehme ich Mitverantwortung für das Gelingen. Darum möchte ich dich bitten:
Gib im Rahmen deiner Möglichkeiten, um etwas stattfinden zu lassen, das du unterstützenswert findest.“ [ beruehrbarewelt.de ]

FAQs inspiriert durch Thomas Schalls contactimpro-koeln.de.